Geschichte im Kulturkampf: Wie Donald Trump die amerikanische Erinnerungspolitik verändern will

Shownotes

Eine Ausstellung zur Sklaverei schließen, den Vizepräsidenten im Beirat der Smithsonian Museen Einfluss nehmen lassen: Donald Trump will die US-Geschichte umdeuten, erst recht 2026 – zum 250. Jubiläum der Unabhängigkeitserklärung. „Auf ganz vielen Ebenen, die noch gar nicht sichtbar sind, passiert der Eingriff schon ganz massiv", berichtet der auf US-Geschichte spezialisierte Historiker Andreas Etges.

„Leute sind gegangen oder gegangen worden. Ich weiß von Kollegen und Kolleginnen, die schreiben bestimmte Dinge nicht mehr in E-Mails, die nutzen auch nicht mehr WhatsApp – die nutzen Signal mit verschwindenden Nachrichten", erzählt Etges. Auch zögen sich Sponsoren aus dem Ausstellungsbetrieb zurück. Und er prognostiziert: „Man wird sich in den nächsten Jahren nicht trauen, besonders kritische neuen Ausstellungen zu machen oder zu entwerfen."

Mit Blick auf den 250. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung gehe es darum, „gegen alle Fakten zu behaupten, dass es eben eine rein positive Aufwärtsgeschichte, eine glorreiche Geschichte der Demokratie in den USA gab."

Moderiert von Nicole Bastian und Christian Lammert. Produziert von René Gorny und Lukas Teppler

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