Warum ist Donald Trump plötzlich so China-zahm?
Shownotes
Donald Trump hat China über Jahre als größte wirtschaftliche Bedrohung der USA dargestellt und nach seinem Amtsantritt im vergangenen Jahr mit aggressiven Schritten gedroht. Doch vor dem Besuch von Staats- und Parteichef Xi Jinping in Washington am 24. September setzt er nun auffällig auf Entspannung.
Trump lobt Xi öffentlich. Beide Seiten sprechen über die Verlängerung einer Zoll-Pause, über die Käufe von Agrarprodukten und Boeing-Maschinen sowie über den Zugang zu kritischen Rohstoffen. Doch hinter dem versöhnlichen Ton bleibt die strategische Rivalität bestehen.
Dana Heide, Washington-Korrespondentin des Handelsblatts, senkt die Erwartungen vor dem Gipfeltreffen: "Das Beste, was wir von dem Gipfel bekommen können, ist eine Weiterführung, eine Stabilisierung dieses vorübergehenden Friedens auf der Handelsebene."
Trump-Watch Co-Host Christian Lammert, Professor für die Politik Nordamerikas an der FU Berlin, sieht darin einen typischen Trump-Ansatz: "Es geht nicht wirklich um die Lösung von Problemen. Er versucht das zu instrumentalisieren und innenpolitisch daraus Kapital zu schlagen."
Aufgenommen haben wir die Folge am Mittwoch, 16. September. Die Trump-News mit dem Thema der Fed-Zinserhöhung haben wir wie immer schon Donnerstag veröffentlicht – hört auch da gerne rein!
Moderation: Nicole Bastian und Christian Lammert Produktion: René Gorny
Das exklusive Abo-Angebot für alle Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Trump Watch: https://www.handelsblatt.com/trump
Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Lob zu dieser Folge haben, schreiben Sie uns gern per E-Mail: trump-watch@handelsblatt.com
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