Trump setzt vor US-Zwischenwahlen alles auf KI und Rechenzentren – aber der Widerstand dagegen wächst
Shownotes
KI-Rechenzentren sind in den USA unbeliebter als Atomkraftwerke. Einer Gallup-Umfrage zufolge sind 71 Prozent der Amerikaner in ihrer Region dagegen – auch wegen steigender Preise durch den hohen Stromverbrauch der Anlagen. Baugenehmigungen für Rechenzentren werden zurückgezogen, weil Lokalpolitiker unter Druck stehen. Donald Trump sieht hingegen weiter einen großen Wachstumsmotor in dem Bau und hofft auf eine Neuregelung, nach der die Tech-Unternehmen die zusätzlichen Stromkosten künftig tragen. Doch das wird bis zu den Midterms im November nichts an der Skepsis in der Wählerschaft ändern.
„Die Branche fürchtet sich vor den Zwischenwahlen“, berichtet Silicon-Valley-Korrespondent Philipp Alvares de Souza Soares. Denn angesichts der hohen Investitionssummen bräuchten sie eine KI-freundliche Politik. Für Co-Host Christian Lammert, Professor für die Politik Nordamerikas an der FU Berlin, geht es dabei nicht um die Frage, ob Innovation gewollt ist. Entscheidend sei vielmehr, wer profitiert und wer die Kosten trägt: „Die KI-Frage ist, ob die Gewinne einfach nur privatisiert werden, während das Stromnetz, Umweltfolgen und die zahlreichen Konflikte sozialisiert werden.“
Entgegen den Forderungen der Branche lehnt Donald Trump die globale Regulierung von Künstlicher Intelligenz (KI) – oder „Superintelligenz“, wie er sie von nun an nennen möchte – ab.
Das vollständige Interview mit Anthony Scaramucci in unserem Paid-Podcast Handelsblatt Invest findet Ihr hier: Ex-Sprecher rechnet mit Donald Trump ab
Lesetipp zur Macht von KI: Das Protokoll des KI-Angriffs, der die Welt verschreckt
Aufgenommen haben wir die Folge am Donnerstag, 24. September. Die Trump-News haben wir wie immer schon am Donnerstag veröffentlicht – hört auch da gerne rein!
Moderation: Nicole Bastian und Christian Lammert Produktion: René Gorny
Das exklusive Abo-Angebot für alle Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Trump Watch: https://www.handelsblatt.com/trump
Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Lob zu dieser Folge haben, schreiben Sie uns gern per E-Mail: trump-watch@handelsblatt.com
Neuer Kommentar