Steht MAGA noch hinter Trump? Politologin Julia Simon über die Bewegung vor den Midterms
Shownotes
Lange richtete sich die MAGA-Bewegung gegen Washington und das Establishment, jetzt ist sie selbst an der Macht. Sogar das eigene Lager wirft Trump vor, er tue genau das, was man früher bekämpfte. Über die Entwicklung sprechen die Hosts Christian Lammert und Nicole Bastian mit Julia Simon. Sie ist Fellow am John-F.-Kennedy-Institut der Freien Universität Berlin und forscht zu US-Politik, Autokratisierung und den neuen Rechten in den USA.
Simon sagt, es habe schon immer Strömungen gegeben. Die Konflikte brächen jetzt stärker auf, weil einzelne Entscheidungen den Versprechen widersprächen und die Frage näherrücke, was nach Trump passiert. „Für Trump ist es wichtiger, die Kontrolle über die Partei zu erhalten, als die Kontrolle über den Kongress zu erhalten“, sagt Simon im Podcast.
Das MAGA-Label sei laut der Politologin so attraktiv, weil sich vieles darauf projizieren lasse. Die Streitfrage sei, wer es definieren darf. „Bislang ist es so, dass Trump behauptet, zu bestimmen, was MAGA ist. Und man kann nicht sagen, dass er diesen Einfluss oder diese Macht verloren hat“, sagt Simon.
Das Sonderheft von Christian Lammert und Julia Simon findet ihr hier: Long Live the King – Democratic Backsliding in the United States
Moderiert von Nicole Bastian & Christian Lammert
Produziert von René Gorny
Das exklusive Abo-Angebot für alle Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Trump Watch: https://www.handelsblatt.com/wirtschaftsabo
Wenn Sie Anmerkungen, Fragen, Kritik oder Lob zu dieser Folge haben, schreiben Sie uns gern per E-Mail: trump-watch@handelsblatt.com
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