JD Vance und andere Republikaner distanzieren sich nach den Zwischenwahlen von Trump – Die Trump-News der Woche

Shownotes

US-Vizepräsident JD Vance setzt sich direkt nach den Zwischenwahlen von Donald Trump ab. Er fordert, den Krieg im Iran zu beenden, sich auf die Lebenshaltungskosten zu konzentrieren, eine echte America-First-Politik zu betreiben und die Beziehungen zu Israel zu verändern. Vance ist damit der prominenteste, aber nicht der einzige Republikaner, der Abstand zum Präsidenten sucht.

„Die Zwischenwahl ist vorbei. Und am Tag eins fängt der Präsidentschaftswahlkampf an, und die Leute positionieren sich“, ordnet Co-Host Christian Lammert ein, Professor für die politischen Systeme Nordamerikas an der FU Berlin. Nikki Haley, republikanische Ex-Gouverneurin und UN-Botschafterin, die als mögliche Präsidentschaftsbewerberin gilt, urteilt hart über ihre Partei und Trump: „Unterm Strich haben die Republikaner nicht auf die Menschen in Amerika gehört, sondern auf Washington.“ Und Washington habe sich „vor allem mit Eigeninteressen, Korruption und Selbstbeweihräucherung beschäftigt“.

Die Hosts fragen außerdem: Welchen Gestaltungsspielraum haben die Demokraten mit den neuen Verhältnissen im Kongress? Welche Strategie hat Trump für die zweite Hälfte seiner Amtszeit? Und wie wahrscheinlich ist ein personeller Umbau in seinem Team? Mehr dazu im Podcast.

Lesetipp: Desmond Lachman warnt: Ein gespaltenes Washington ist schlecht für die US-Wirtschaft

Moderation: Nicole Bastian, Christian Lammert

Produktion: René Gorny


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Transkript anzeigen

00:00:00: Seit fünf Jahrzehnten haben die Republikaner nicht mehr so stark verloren wie bei diesen Zwischenwahlen in dieser Woche.

00:00:06: Beide Kongresskammern gehen mit deutlicher Mehrheit an die Demokraten und wir sehen schon die ersten Absetzbewegungen von Donald Trump innerhalb der republikanischen Partei.

00:00:17: Und wir versuchen das heute für euch ein bisschen einzuordnen, was heißen diese Zwischenwahlen?

00:00:22: Für Donald Trump, für die beiden Parteien aber auch für die Gestaltungsmöglichkeiten des politischen Systems insgesamt.

00:00:36: Und damit herzlich willkommen bei Trump Watch.

00:00:38: Ich bin Christian Lammert, Politikwissenschaftler der FU Berlin

00:00:42: und ich bin Nicole Bastian vom Handelsblatt und heute ist Tag zwei nach den Zwischenwahlen in den USA.

00:00:48: Schön dass ihr dabei seid!

00:00:50: Ja, Nicole.

00:00:51: Ihr habt ja gestern schon ein Panel organisiert.

00:00:54: Kann man auch auf YouTube sehen?

00:00:56: Habt ihr schon bisschen mit Catherine Klyver-Eschbruck als Expertin den Wahlausgang diskutiert ... Ich war nicht dabei!

00:01:04: Du konntest mich sonst

00:01:06: wehrst du natürlich dabei gewesen.

00:01:09: Aber vielleicht auch noch mal, was mich jetzt ein bisschen überrascht hat bei dieser Wahl ist das Ausmaß dieses demokratischen Gewinns.

00:01:16: Die Umfragen vorher, die Wirtschaftskennzahlen und Trumps Popularität haben schon deutlich darauf hingewiesen, dass die Demokraten hier gewinnen können.

00:01:27: Aber wenn man sich einzelne Staaten anguckt, also Texas zum Beispiel.

00:01:32: Da hat nicht nur Tellerico das Senatsrennen gewonnen aber sie haben auch den Gouverneursposten verloren.

00:01:38: Greg Abbott ist abgewählt und wir haben jetzt Gina Hinuchosa als neue Gouvernoiren in Texas.

00:01:46: Und nicht nur dass auch im Parlament in Texas die demokratene Mehrheit erhalten.

00:01:53: Das heißt, diese Kombination von Bundeswahlen und Einzelstaatswahlen macht eigentlich Texas zum politischen Erdbebengebiet dieser Wahl.

00:02:03: Und das hat mich überrascht – und das wurde dann auch deutlich in anderen Staaten kennensatz – schickt zum ersten Mal seit neunzehnundzweihen dreißig einen Demokraten in den Sinn hat!

00:02:13: Also das ist schon weit mehr als nur eine Kurskorrektur.

00:02:16: Das is'ne Herrbeschlappe für die

00:02:18: Republikaner.".

00:02:20: Und wenn wir über Texas sprechen, dann ist ja so ein Symbol dieses demokratischen... Man kann wirklich sagen Erdrutsch Siegs.

00:02:27: James Tellerico, der Senator du hast ihn eben erwähnt, der Texas nach thirty-eight Jahren dieses Senatsposten da zurückerobert hat, lass doch mal kurz reinhören was er in seiner Siegesrede gesagt hat!

00:03:14: Also, der sagt James Tellerico Wir haben hier in Texas gezeigt, dass eine Politik der Spaltung nicht mit einer Politik der Nächsten-Liebe vereinbar ist oder der Liebe.

00:03:24: Und wir haben allen Millionären und Milliardären gezeigt, das diese Großspender und die Korruptenverteidiger dieses kaputten Systems – den haben wir die Botschaft gesendet – die Macht in diesem Bundesstaat gehört dem Volk.

00:03:37: Man muss sagen, Texas Elon Musk hat hunderte Millionen Dollar in diesen Bundesstaats investiert im Wahlkampf um James Tellerico unter anderem zu verhindern.

00:03:51: Und diese Aussage, die Macht gehört dem Volk und eben nicht den Milliardären – sie gehört auch nicht der Korruption und wir haben hier einen Riegel vorgeschoben – ist so ein bisschen symbolisch und zieht sich durch andere demokratische Gewinner, die wir in diesen Zwischenwahlen sehen.

00:04:07: Das heißt, die Frage ist ob das jetzt wirklich etwas im politischen System und im politischem Umgang miteinander in den kommenden Monaten verändern wird, weil auch das ja eine Überraschung.

00:04:20: Donald Trump ist ja Handshahn nach dieser

00:04:22: Wahl.".

00:04:24: Ja, also erst mal vielleicht das ganze positive Frame und so wie du das jetzt auch gemacht hast.

00:04:28: Im Vorfeld hatten ja alle auch Angst dass irgendwas bei den Wahlen passieren könnte.

00:04:33: Dass Trump es absagt oder Polizei an Wahllokale schickt, dass man stärker answeifelt, dass das Wahlergebnis korrekt ist, dass es systematischen Betrug gibt Alles nicht passiert.

00:04:44: Die Wahl ist sehr gut vonstatten gegangen, das ist ganz wichtig für die Demokratie und wir haben ja in den Folgen immer wieder von dieser Gefahr für die demokratie gesprochen.

00:04:56: Und jetzt Geld kann keine Stimmen kaufen.

00:04:59: Kandidaten sind wichtig und davon haben die Demokraten sehr viele gute Kandidat mehr am Tellerico gehört.

00:05:07: Elsa Jettin Michigan is genauso ein wunderbarer Redner.

00:05:12: sich das anzuhören, macht wirklich wieder Spaß.

00:05:15: Wenn man Politik nerd ist und auch John Ossoff in Georgia seine Reden sind einfach wunderbar.

00:05:21: also da ist wahnsinnig viel Qualität auf Seiten der Demokraten Und es ist die Demokratie hat jetzt wirklich gewonnen.

00:05:29: Wir sehen auch all diese Debatten die wir im Vorfeld hatten mit gerrymandering Manipulation hat alles nicht gewirkt.

00:05:39: Wir haben immer die Debatte um Polarisierung, dass es eigentlich zwei festgefahrene Wählerblöcke gibt und es überhaupt keine Bewegung mehr geben kann.

00:05:48: Und jetzt schwingt auf einmal das Pendulum um fast dreißig Prozent in einigen Regionen von der einen zur anderen Partei – das ist Demokratie!

00:05:56: Ich denke, das kann man heute am Tag II nach den Zwischenwahlen auch richtig mal feiern.

00:06:02: Ja, das stimmt.

00:06:04: Eine der Überraschungen für mich war dass dieses gerrymandering ja am Ende zurück gefeuert hat.

00:06:10: Dadurch, dass die Mehrheiten sich so stark verändert haben wie du es beschrieben hast ist diese Kalkulation wir nehmen hier noch ein paar Prozentpunkte raus um uns den anderen Wahlkreis auch noch zu sichern und so komplett nicht aufgegangen und hat er dafür gesorgt das die Verluste der Republikaner noch größer waren.

00:06:29: Auch das finde ich ist vielleicht eine ganz gesunde Nachricht an die politischen Gestalter in den USA was das gerrymandering betrifft.

00:06:38: Aber man muss, und jetzt kommt wieder der pessimistische Wissenschaftler in mir rauf.

00:06:43: Man muss natürlich auch jetzt dann wieder nüchtern drüber nachdenken was heißt dieses Wahlergebnis für die restlichen zwei Jahre von Donald Trump?

00:06:53: Es wird ja immer gesagt dass so ein Präsident in seiner letzten Amtzeit nach den Zwischenwahlen wenn er die Mehrheiten im Kongress verloren hat zur lahmen Ente wird weil er nicht mehr viel machen kann.

00:07:03: Das ist eine Rolle, da sehe ich Trump nicht drin.

00:07:07: Das passt so überhaupt nicht zu seinem Naturell.

00:07:09: Ich hab gestern irgendwo bei einem der Talkshows in den USA gesehen vielleicht wird er ja zur wütenden Ende.

00:07:17: Ja,

00:07:17: die habe ich auch gehört im Begriff.

00:07:18: Und ich fand das ganz witzig ... dass er jetzt einfach noch völlig unkontrolliert vorgeht.

00:07:26: Wir haben das ja auch schon so ein bisschen gesehen, er hat zwar in diesem New York Times Interview sehr nett gesagt wir haben verloren und wir werden mit den Demokraten zusammenarbeiten.

00:07:36: auf Truth Social hatte dann sein rotes Baseball Cap mit Veto drauf gepostet und er hat gesagt ich habe nicht verloren.

00:07:45: Das hat Fox News und das haben die Republikaner.

00:07:49: also ich glaube umschwingen in den nächsten Tagen und dann sehen wir den Angry Duck.

00:07:55: Und das kann auch wieder zu einigen Problemen

00:07:57: führen.".

00:07:58: Denn egal, was Donald Trump jetzt sagt er ist brüskiert worden.

00:08:02: natürlich sagt er das offiziell nicht.

00:08:04: aber einen Mensch der so in einem Machtdenken gefangen ist für den sind das jetzt lammabele Ergebnisse muss man sagen und jetzt muss mal gucken wie er damit umgeht.

00:08:14: also ich glaube er wird irgendwelche Bauernopfer finden, von denen er sich trennt.

00:08:21: Pete Hexas der Verteidigungsminister ist einer, der da immer wieder genannt wird.

00:08:26: seine Stabschefin Susie Wiles ist ein Name, der immer wieder fällt.

00:08:30: ich glaube das ist auch nicht ungewöhnlich dass wir nach Verlusten bei den Midterms nochmal personelle Erneuerungen sehen.

00:08:38: Ich glaube so wird er reagieren und die große Frage ist halt wie sehr wird er mit den Demokraten dann wirklich kooperieren, sodass die gestaltend wirken könnten.

00:08:48: Denn es ist ja so... ...die können noch so viele Gesetze mit ihrer Mehrheit im Repräsentantenhaus und im Kongress beschließen, er kann das alle stoppen.

00:08:57: Und die zwei Drittelmehrheit, die es eben im Senat braucht um dieses Veto wieder rückgängig zu machen, haben die Demokraten nicht.

00:09:04: Das heißt vielleicht sind wir auch in Januar so dass wir sagen jetzt ist einerseits Trump beschränkt aber die Demokraten sind es auch.

00:09:12: Wir haben viele der Hoffnungen, die's gibt zum Beispiel die Beschränkungen in der Gesundheitsversicherung ab Januar, die dann greifen, dass sie noch mal zurückgenommen werden können mit der neuen Mehrheit, dass wir sehen das sind alles nur Hoffnungen und am Ende wird das nicht passieren weil die Demokraten versuchen Trump quasi zu bremsen aber Trump auch versucht die Demokraten zu bremsen.

00:09:35: Ja ich glaube also auch die nächsten zwei Monate werden da und du hast es mit den Subventionen im Gesundheitssektor genannt ganz spannend weil wir jetzt noch in dieser Restphase bis zum dritten Januar wenn der neue Kongress sich konstituiert einige sehr frustrierte republikanische Mitglieder im Senat und im Repräsentantenhaus haben, deren politische Karriere jetzt erst mal zu Ende ist weil Trump so unpopulär ist.

00:10:01: Und ich glaube die kann man jetzt überzeugen.

00:10:04: Jetzt könnt ihr ihm noch einmal eins auswischen und stimmt mit uns für etwas und dann muss er immer sein Veto einlegen.

00:10:10: das kann er machen aber er muss auch vorsichtig sein oder eher nicht mehr.

00:10:14: Er steht ja, dass er nicht zur Wahl ist.

00:10:17: Aber wenn die Republikaner dann mit diesem Präsidenten einfach als Blockade macht gelten und selbst bei populären politischen Entscheidungen wie Subventionen bei den Gesundheitsversorgung nein sagen kann das schwierig werden für die Demokraten in der Präsidentschaftswahl?

00:10:36: Und da bin ich mal gespannt ob man dann vielleicht auch auf einmal eine Zweidrittelmehrheit im Kongress sehen könnte was man völlig für ausgeschlossen hält in diesem polarisierten Kontext, aber wenn die Macht weiter bröckelt dann halte ich das auch nicht mehr für gänzlich ausgeschlossene.

00:10:51: Und es ist ja dann vielleicht auch nicht nur dieses.

00:10:53: Ich will ihm eins auswischen, was Republikaner die zum Jahreswechsel ausscheiden bewegt.

00:10:59: Sondern auch Was bleibt denn von mir als Senator?

00:11:02: Als Abgeordneter im repräsentanten Haus.

00:11:05: Was haben meine Wähler quasi noch noch im Blick und wenn wir über frustrierte Republikana sprechen, dann sollten wir über JD Vance sprechen der Vizepräsident, der gestern in einer sehr langen Erklärung auf X Die Wahl für sich reflektiert hat und sich öffentlich, muss man wirklich sagen abgesetzt hat von Donald Trump.

00:11:24: Der gesagt hat vier Gründe warum wir diese Wahl verloren haben.

00:11:29: zum einen was der Krieg im Iran den ich ja sowieso nie wollte.

00:11:34: zum zweiten Wir müssen uns mehr auf Bezahlbarkeit und Inflation fokussieren.

00:11:39: drittens America first müssen wir richtig durchsetzen.

00:11:42: Und viertens wir müssen unsere Beziehung zu Israel verändern.

00:11:47: Ja, also wir sehen einen Tag nach der Wahl war das schon dass sich die ersten Leute in Stellung bringen.

00:11:53: Also das ist Politikwissenschaftler sagen immer die USA.

00:11:58: da gibt es eine permanente Wahlkampagne Es gibt keine Atempausen Zwischenwahl ist vorbei am tag eins fängt der Präsidentschaftswahlkampf an und die leute positionieren sich.

00:12:09: Und hier sehen wir ne Absetzbewegung von JD Wenz.

00:12:11: ganz klar.

00:12:12: Trump wurde auch gefragt vor der Presse, was er davon hält.

00:12:16: Und er hat gesagt ja Wenz hat recht und obwohl er das man saß ihm an.

00:12:21: Er wollte das eigentlich nicht sagen.

00:12:23: aber das führt jetzt zu ersten Spannungen.

00:12:26: Ron DeSantis ehemaliger Gouverneur und auch Präsidentschaftskandidat der Republikaner bei den letzten Wahlen in den Vorwahlen Der hat auch die Niederlage noch viel drastischer dargestellt.

00:12:41: Existenzielle

00:12:42: Bedrohung, hat er sie genannt?

00:12:43: Ja, ja.

00:12:44: Auch wenn Sie in Florida eigentlich die meisten Wahlen gewonnen haben und den Gouverneur stellen, wenn man sich die Wähler-Bewegungen anschaut ... Auch da eine blaue Welle war nicht groß genug um die großen Rückstände aufzuholen.

00:12:57: Aber Sie haben massiv aufgeholt die Demokraten selbst in Florida!

00:13:02: und ich glaube auch Ron DeSantis hat Ambitionen.

00:13:06: Und wer auch wieder Ambitione hat, auf einmal ist Nikki Haley.

00:13:10: die ist auch auf einmal wieder aus der Versenkung hochgekommen und wir haben da auch mal einen Ausschnitt von ihr was sie nach der Wahl gesagt hat

00:13:19: Du kannst nicht medien, du kannst keine Akademie, du bist nicht Hollywood.

00:13:29: Alle von ihnen waren gegen uns vor Jahren und wir haben gewonnen.

00:13:33: Die dritte Linie ist, dass die Republikanzen nicht den amerikanischen Menschen hören.

00:13:37: Sie hören in Washington DC.

00:13:38: Während die amerikanische Leute sagen, Groschen sind hoch, Gas ist hoch, Healthcare ist hoch ... Du hast es nicht gehört.

00:13:46: Was du gesehen hattest in DC warst dich selbst verdient und

00:13:50: verabschiedet.

00:13:51: Ganz klar hier auch ein Aufruf an die Republikaner.

00:13:57: Man soll sich jetzt nicht hinstellen und weinen, sondern wir müssen jetzt die Ursachen dieser Wahlniederlage – dann nennt es hier auch die hohen Preise, die Gesundheitskosten – aufgreifen.

00:14:12: Wir wirken wie eine Partei, die nicht zuhört Und wir wirken wie eine Partei, die nur auf Washington hört.

00:14:19: Das ist eigentlich für Republikaner so ein absolutes Unwort!

00:14:23: Das ist das Establishment und der Deep State.

00:14:27: Und das ist schon erstaunliche Äußerung, die Nikki Haley hier macht und ich glaube sie versucht auch sich so ein bisschen in Stellung zu bringen.

00:14:36: Und dieser letzte Satz den wir gehört haben es war der Eindruck bei den Wählern republikanische Kandidaten ihr hört uns nicht zu sondern ihr hört nur auf Washington.

00:14:46: und in dieser Zeit hat man sich in Washington vor allen Dingen mit Eigeninteressen Korruptionen und Selbstbeweihräucherungen beschäftigt.

00:14:53: Das ist so ein krasser Vorwurf gegenüber Donald Trump und seinem Team.

00:14:58: Und Nikki Haley ist ja damals von Donald Trump, wie erinnern uns in seiner ersten Amtszeit als Botschafterin bei der UN!

00:15:06: entsandt worden und ist aus diesem Posten aus eigenem Willen ausgeschieden.

00:15:12: Und man hat damals schon gesagt, sie will sich von Donald Trump distanzieren um irgendwann selber ins Rennen um eine Präsidentschaft einzusteigen.

00:15:19: ich glaube das war gerade der Finger von ihr und Sie is auch wenn man sich die Wettmärkte zum Beispiel anschaut sie ist immer auch bei diesen Kandidaten weiter unten.

00:15:30: Ich glaub wir werden sehen dass sie weiter hoch steigt.

00:15:32: es wäre ehrlich gesagt auch ne kluge Idee der Republikaner sich weder auf J.D.

00:15:38: Vance noch auf Marco Rubio zu verlassen, sondern eben zu sagen wir zeigen mit einer ganz anderen Personalentscheidung für das Jahr zwanzig achtundzwanzig dass wir uns distanzieren und dafür steht Nikki Haley auch so ein bisschen zurück zu der traditionellen republikanischen Partei kommen wobei sie auch ein bisschen fürs elitäre steht.

00:15:57: und das ist glaube ich das wo eine Magerbasis und Nikki Haly das passt nicht so ganz zusammen.

00:16:02: Ich glaube, das ist die große Herausforderung für die republikanische Partei.

00:16:05: Trump war so erfolgreich weil er diesen mager Personenkult geschaffen hat und die stehen ja immer noch mit neun-neinzig Prozent hinter Trump.

00:16:16: Die stehen nicht hinter einem Republikaner.

00:16:18: Die gehen wählen – die sind vorher nicht wählen gegangen – die gehen wählend wegen Donald Trump!

00:16:24: Und da müsste man, um die bei der Stange zu halten – ein Kandidaten haben, der ähnlich charismatisch ist, um diese Wähler anzusprechen.

00:16:32: Eine Person, die auch von Trump eingesetzt wird als Thronfolger und so muss man das ja wirklich nennen.

00:16:38: Das ist schon eine Heilig-Sprechung wie innerhalb der Magerbasis passiert.

00:16:44: Sonst fallen sie weg!

00:16:45: Und das ist ein großer Prozentsatz.

00:16:47: und dass es ein großes Risiko für die republikanische Partei mit einer Kandidatin wie Nikki Haley, die natürlich in der Mitte gute Stimmen gewinnen kann.

00:16:56: Aber dann verlieren die Republikaner zwanzig Prozent auf der radikalen rechten Seite.

00:17:01: Und das muss ausgeglichen werden.

00:17:03: Und da bin ich gespannt, wie da die Diskussionen weitergehen?

00:17:07: Und meine Vermutung ist wir sehen noch ganz andere Kandidaten.

00:17:10: Wir haben schon mal über Taka Carlson gesprochen, aber ich glaube, da werden auch noch andere Ausseider wiederkommen, weil das ist auch so ein Narrativ der Rechtspopulisten.

00:17:20: Es muss einer von außen kommen und den Laden mal wieder aufräumen.

00:17:24: Ja total!

00:17:27: Und interessant ist dass man im Moment bei den Republikanern nicht dieses Gefühl hat da kommt die nächste Generation hoch und es gibt quasi du hast ein solches Angebot, dass es ganz viele Möglichkeiten gibt.

00:17:42: Du hast eher das Gefühl sie sind alle jetzt so ein bisschen angeschlagen.

00:17:46: Sie haben alle ihr Ballastrucksack mit auf.

00:17:50: Interessanterweise, bei den Demokraten hast du das ja beschrieben hat man das gerade gar nicht.

00:17:54: Man hat das Gefühl da gäbe es so viele Möglichkeiten und von einem halben Jahr vor einem drei Vierteljahr haben wir noch gesagt naja ob die Demokraten das schaffen mit dem Generationswechsel?

00:18:04: Da hat sich eine ganze Menge getan.

00:18:06: sie haben das sehr sehr klug in diesem Jahr gemacht.

00:18:08: Die Frage ist bei den Demokraten wenn wir mal auf die gucken Ob sie jetzt diese zwei Jahre oder anderthalb Jahre bis wir quasi schon wieder voll im Wahlkampf sind, nutzen können so konsistent zu sein.

00:18:20: Auch wenn wir in Michigan zum Beispiel kurz vor der Wahl ja dann nochmal die Demokratin hatten, die sich gegen El Sayed gestellt hatte oder so.

00:18:27: aber im ganzen, im Großen und Ganzen waren Sie sehr konsistent?

00:18:31: Sie haben auf die gleichen Themen gesetzt.

00:18:32: Sie haben sich nicht verzettelt.

00:18:34: Und jetzt ist halt die Frage Werden Sie sich verzetteln mit dieser Mehrheit im Kongress Und können Sie in irgendeiner Weise gestaltend wirken, sodass sie sagen können das haben wir gemacht und damit punkten wir auch für achtundzwanzig?

00:18:49: Ich glaube, dass ist die große Herausforderung.

00:18:50: Wir haben jetzt wieder ganz deutlich gesehen und darunter leiden die Demokraten ein bisschen mehr als die Republikanen.

00:18:57: Sie müssen ein so breites Spektrum an ideologischen Gruppierungen von progressiv bis konservativ von alt gegen jung abdecken und bearbeiten, das ist die große Herausforderung.

00:19:13: An Kandidaten entmangelt es ihnen überhaupt

00:19:15: nicht.".

00:19:16: Und auch sind diese Kandidaten, die jetzt hier reingewählt werden.

00:19:20: Elsa Jett ist sehr jung.

00:19:23: John Ossoff, obwohl er schon wieder gewählt ist, ist immer noch sehr jung und das erinnert mich so ein bisschen an Barack Obama im Jahr two-tausend acht der auch als jüngster Senator damals zwei tausend sechs gewählt worden ist und dann diesen Aufstieg gemacht hat in wahnsinnig kurzer Zeit Und das kann hier auch sein.

00:19:43: Da sind ja noch andere junge Kandidaten wie Pete Buttigieg, Taylor Rico – ich glaube nicht ob er schon ein geeigneter Präsidentschaftskandidat wäre aber da sind genug Leute und die Frage ist jetzt mit welchem Personal und vor allem mit welchen Themen kann man sich aufstellen um die Partei zusammenzuhalten?

00:20:04: Das ist die große Herausforderung der nächsten sechs Monate.

00:20:08: Da muss was deutlich werden, weil der Vorvorwahlkampf fängt jetzt schon

00:20:14: an.".

00:20:26: geschwächter US-Präsident nach diesen Zwischenwahlen in die ersten internationalen Gespräche.

00:20:33: Und davon gibt es viele, er selbst reist nach Asien wo es das APEC Meeting gibt in China in Shenzhen und da wird der auch den chinesischem Präsidenten Xi Jinping treffen.

00:20:45: dann gibt es haben wir in Abu Dhabi haben wir die wichtigen Verhandlungen USA Russland und Ukraine Und wir werden eben auch sehen, was im Verhältnis zu Israel und im Iran Krieg passiert.

00:21:01: Ob wir da eher eskalierende oder deeskalierender Aktionen sehen werden?

00:21:07: Da fand ich's schon ganz interessant, dass ja am Wahltag selber Donald Trump verkündet hat in dieser Woche Wir werden die direkten Militärhilfen für Israel von vier Milliarden Dollar einstellen.

00:21:21: Ja, ich glaube die nächste Woche zeigt dann ganz gut was für eine Ente wir sehen.

00:21:25: Die Lame-Ente, die Wütende-Entte oder auch eine Koalitionsente, die jetzt vielleicht schon Demokraten vielleicht mitnimmt auf die Reise?

00:21:34: Das wäre mal ein Zeichen für überparteiliche Zusammenarbeit.

00:21:39: Ich bezweifle ob er das machen wird!

00:21:41: Er wird glaube ich eher so ne Mischung aus Wütender und Lameinte sein.

00:21:44: Das passt eher zu seinem Profil.

00:21:46: Aber was auch ist, wir haben ja schon über Pete Heckseth gesprochen.

00:21:50: So hinter vorgehaltener Hand wird momentan in Washington schon vermutet dass das Repräsentantenhaus schon nächste Woche einen Impeachmentverfahren gegen Heckset einleiten wird Und jetzt noch startet mit diesem alten Kongress.

00:22:06: Da ist auch die Frage, was macht Trump?

00:22:08: Feuert er ihn bevor dieses Amtsenthebungsverfahren losgehen kann?

00:22:13: Hat der überhaupt noch Kandidaten, die jetzt Verteidigungsminister werden wollen oder muss Marco Rubio den Posten übernehmen?

00:22:20: Dann wird er noch mächtiger!

00:22:22: Das wird eine spannende Woche jetzt sortieren.

00:22:26: aber auch das Neuausrichten für die restlichen zwei

00:22:28: Jahre Und nicht nur nächste Woche wird spannend, sondern ich glaube wir haben jetzt wirklich eine Konstellation wo wir jede Woche in den nächsten Monaten Bewegungen sehen werden.

00:22:37: Das heißt für euch liebe Hörerinnen und Zuschauer dass es auf jeden Fall gut ist wenn ihr Trumpwatch abonniert die Glocke einschaltet am besten uns auch noch gut bewertet denn für uns gibt's eine ganze Menge zu tun in den nähsten Wochen und Monaten und am Samstag sind wir auf jeden fall wieder da und gucken uns die Außenpolitik in diesen neuen Gegebenheiten zusammen mit dem außenpolitischen Sprecher der CDU Jürgen Hart an.

00:23:02: Genau, bleibt dran ist es wirklich spannend gerade!

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